Granita with brioche
The loveliest month of the year deserves the most wholesome food.
No tourist fare, no compromises — here’s what Juli really enjoys eating in Italy.
Brioche with lemon granita — for breakfast
In Sicily ist das keine Ausnahme, sondern Regel: ein Brioche-Hörnchen aufschneiden, Granita hineinlöffeln, fertig. Das Eis ist grobkörniger als Sorbet, intensiver als jede Limonade. Wer das einmal in einer Bar in Catania um acht Uhr morgens gegessen hat, versteht, warum die Sizilianer so entspannt durchs Leben gehen.
Panzanella — a Tuscan bread salad served cold
Altes Brot, reife Tomaten, rote Zwiebeln, Basilikum, Essig, viel Olive oil. Erst weich werden lassen, dann essen. Panzanella ist kein Salat, es ist Philosophie: nichts wegwerfen, alles fühlt sich besser an, wenn es in der Sonne stand.

Spaghetti alle vongole — for lunch at the harbour
Keine Sahne. Keine Tomaten. Nur Muscheln, Weißwein, Knoblauch, Olivenöl und die richtige Pasta. Die Vongole müssen sich beim Kochen öffnen, und wenn sie nicht alle aufgehen, schmeißt man die geschlossenen weg. Am besten in einem dieser Lokale, wo die Fischer selbst mittags essen. Und danach eine Siesta im Schatten.
Peaches — just like that, with both hands
Im Juli haben italienische Pfirsiche ihren Höhepunkt. Auf dem Markt: perfekt reif – klebt an den Fingern, tropft auf das T-Shirt. Das ist richtig so. Wer sie kauft und noch am selben Tag isst, versteht, warum Italiener sich über Pfirsiche aus dem Supermarkt aufregen. Pesca tabacchiera — flach, weiß, süß — unbedingt probieren.
Fiori di zucca fritti — fried courgette flowers
Dieser Snack erscheint auf Speisekarten in Rome als Antipasto, aber das Beste sind die, die eine Nonna in einem kleinen Dorf auf einem Markt frittiert. Die Blüten werden mit Ricotta oder Anchovis gefüllt, in Teig getaucht, in heißem Öl ausgebacken — und müssen sofort gegessen werden. Heiß sind sie alles.
From Aosta to Sicily: Italy’s 20 regions
Crudo di mare — raw seafood platter
Raw, cold, fresh from the sea: mussels, seafood, sometimes thin slices of fish, a squeeze of lemon. Il crudo ist kein Sushi, aber die Idee ist ähnlich — die beste Version des Produkts braucht keine Verarbeitung. In Apulia and Calabria fast überall zu haben, und Juli ist dafür die perfekte Zeit.
Aubergine parmigiana — hot or cold, it doesn’t matter
Auberginen, Tomatensugo, Mozzarella, Parmigiano, Basilikum — übereinander geschichtet und im Ofen gebacken. In Naples sagen sie, man muss ihn einen Tag vorher machen. Das Schöne an der Parmigiana: Kalt schmeckt sie genauso gut wie warm.
Anguria — Watermelon in the piazza
Jedes Dorf hat im Juli seinen Wassermelonen-Stand. Man kauft eine Scheibe, setzt sich auf eine Mauer, isst sie und spuckt die Kerne in Richtung der Piazza. Wassermelone ist in Italien kein Obst, es ist ein soziales Ritual. Dolce Vita mit Geschmack.
Sgroppino — Venetian lemon sorbet with Prosecco
Originally a Venetian intermezzo served between courses — today, primarily a summer cocktail-dessert hybrid: lemon sorbet, Prosecco, and sometimes a dash of vodka. Whisked in the glass, drink immediately before the ice cream melts. Sgroppino makes every evening a good one. Especially on a terrace with a view of something lovely.
Sicilian caponata — the most authentic dish of the summer
Aubergines, celery, olives, capers, tomatoes, vinegar, sugar — sweet, sour and savoury. Caponata ist kein Beilage-Gericht, es ist ein Statement. Jede Familie in Sizilien hat ihr eigenes Rezept für das Schmorgemüse. Kalt serviert, auf Brot gestrichen, oder einfach so.
The original pizza from Naples
Foto: stock.adobe.com/Caterina Trimarchi; yuliiaholovchenko