Andere Länder, andere Sitten – das gilt erst Recht im Straßenverkehr. Im Land von Ferrari, Lamborghini und Co. gibt es ein paar ungeschriebene Gesetze, die man als Auswärtige kennen sollte. So fährst du wie die Einheimischen…
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Die vier wichtigsten Regeln:
- Autobahn-Exklusivrecht für Fiat Panda und Fiat Punto
- Die unsichtbare dritte Spur
- Mit 20 km/h auf die Autobahn
- Abruptes Abbremsen vor dem Autobahn-Radar

Autobahn-Exklusivrechte für Fiat Panda und Fiat Punto
Die beiden wendigen Kult-Klassiker dürfen in Italien immer und überall (!) auf der linken Spur auf der Autobahn fahren. Dabei dicht aufzufahren, (Licht-) Hupe zu machen, zu drängeln oder unfreundliche Zeichen zu geben, ist nicht nur verboten, sondern wäre auch respektlos.
Lass dem Panda oder Punto seinen Freiraum – gib ihm die Zeit, die er braucht. Wenn der Fiat bereit ist, macht er Platz. Freiwillig, oder gar nicht.
Die unsichtbare dritte Spur

Menschen aus Italien haben gegenüber allen anderen Menschen einen einzigartigen Vorteil: Sie haben die Gabe, auf jeder Straße eine unsichtbare dritte Spur zu visualisieren.
Überall da, wo für den Rest der Welt nur zwei Fahrstreifen zu sehen sind, erkennen die Italiener eine dritte Spur. Und die wird in Italien natürlich ganz normal benutzt. Mit panischen Hupen oder Abbremsen anzufangen, nur weil sich ein drittes Auto auf die Fahrbahn gesellt, könnte sehr irritierend und unhöflich wirken.
Mit 20 km/h auf die Autobahn

Immer schön „piano, piano“: Gilt in Italien auch für das Auffahren auf die Autobahn. Der Beschleunigungsstreifen hat Beschleunigung nur im Namen. Tatsächlich geht es hier vielen Italienern primär ums Endschleunigen.
Langsam drauf fahren, am Ende des Streifens sanft abbremsen und dann erst mal abwarten. Keine Hetze, keinen Stress.
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Abruptes Abbremsen vor dem Autobahn-Radar
Italiener haben einen geheimen Trick, wie sie das italienische Radarsystem „Tutor“ umgehen. Die fest installierten Geschwindigkeitskontrollen gibt es auf knapp der Hälfte der italienischen Autobahnen. Diese Autobahnen sind in Abschnitte eingeteilt (etwa 70 Kilometer lang). Via Kontrollstationen und automatischer Kennzeichen-Erfassung wird überprüft, wie schnell ein Abschnitt durchquert worden ist.
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Und jetzt zum Trick, den nur ausgewählte italienische Fahrerinnen und Fahrer verstehen: Ein paar Meter vor der Radarkontrolle muss man unvermittelt und plötzlich auf maximal 90 km/h herunter bremsen. Sobald der Kontrollbogen durchquert ist, kann man wieder auf 160 km/h beschleunigen.
Wichtiger Hinweis: Wer diesen „Spezial-Trick“ selbst ausprobieren möchte – auf eigene Verantwortung. Für rechtliche und finanzielle Folgen wird keine Haftung übernommen.
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geschrieben von Pietro Perroni, zuerst veröffentlicht am 20. August 2022
Titelbild: Fotos: Kayser/La Bella Vita club
Quellen: Jahre auf italienischen Autobahnen und hinterm Steuer



