Der Park der Monster in der Latium Foto: stock.adobe.com/DVisions
Italien – das Land der Pasta, des Colosseum, die Kanäle in Venedig und die Uffizien in Florenz. Abseits der Weltstars bietet Italien dutzende Geheimtipps. Hier 7 davon.
und der Kanäle Venedigs. Doch wer abseits der ausgetretenen Touristenpfade reist, entdeckt ein ganz anderes Italien: wildromantisch, authentisch und fernab von Menschenmassen. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die selbst erfahrene Italienreisende überraschen werden.
1. Civita di Bagnoregio im Latium – Die sterbende Stadt

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Hoch oben auf einem Tuffsteinfelsen thront Civita di Bagnoregio in der Region Latium. Das mittelalterliche Städtchen ist nur über eine schmale Fußgängerbrücke erreichbar und beherbergt ganzjährig kaum mehr als eine Handvoll Einwohner. Durch Erosion bröckelt der Fels langsam ab – was dem Ort seinen melancholischen Beinamen „La città che muore“ – die sterbende Stadt – eingebracht hat. Wer früh morgens kommt, hat die engen Gassen und atemberaubenden Ausblicke fast für sich allein.
2. Finalborgo in Ligurien – Ein mittelalterliches Juwel

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Während alle von Cinque Terre schwärmen, schlummert nur wenige Kilometer entfernt Finalborgo nahezu unentdeckt. Das mittelalterliche Städtchen mit seinen bunten Laubengängen, alten Kirchen und gemütlichen Weinbars ist der perfekte Rückzugsort für Reisende, die das echte Ligurien suchen. Dazu liegt es inmitten eines der besten Mountain-Bike-Gebiete Europas – ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten.
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3. Sabbioneta in der Lombardei – Die ideale Renaissance-Stadt

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Wer von Mantua oder Parma aus einen Abstecher plant, sollte Sabbioneta nicht verpassen. Die kleine Stadt in der Lombardei wurde im 16. Jahrhundert von Vespasiano Gonzaga als perfekte Renaissancestadt konzipiert – mit geradlinigen Straßen, einem eigenen Theater und prächtigen Palästen. Heute ist sie ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe und dennoch so gut wie unbekannt. In den engen Gassen begegnet man kaum Touristen – dafür umso freundlicheren Einheimischen.
4. Orvieto in Umbrien – Mehr als nur Wein

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Der Name Orvieto ist vor allem für seinen gleichnamigen Weißwein bekannt. Doch die auf einem mächtigen Tuffsteinfelsen gelegene Stadt in Umbrien hat noch viel mehr zu bieten: einen der schönsten gotischen Dome Italiens, ein faszinierendes unterirdisches Tunnelsystem und ein entspanntes, authentisches Stadtleben. Während Touristen in Florenz Schlange stehen, schlendert man hier fast allein durch gepflasterte Gassen.
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5. Vieste in Apulien – Die Perle des Gargano

Am äußersten Sporn des italienischen „Stiefels“ liegt die Halbinsel Gargano – und darin das charmante Städtchen Vieste. Weiß getünchte Häuser, dramatische Felsküsten, türkisblaues Wasser und kilometerlange Sandstrände machen es zu einem der schönsten Küstenorte des Landes. Der angrenzende Nationalpark Gargano mit seinen uralten Wäldern lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein.
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6. Dozza in der Emilia-Romagna – Das lebende Gemälde
Das kleine mittelalterliche Dorf Dozza in der Emilia-Romagna ist ein echter Geheimtipp für Kunstliebhaber. Seit 1960 verwandeln Künstler aus aller Welt bei der Biennale del Muro Dipinto die Hausfassaden in bunte Kunstwerke – das gesamte Dorf ist ein einziges Open-Air-Museum. Dazu produziert die Region exzellenten Wein, den man in der historischen Enoteca Regionale verkosten kann.
7. Bomarzo im Latium – Der Garten der Monster (Titelbild)
Tief im Wald der Region Latium versteckt sich der Parco dei Mostri – ein surrealer Skulpturengarten aus dem 16. Jahrhundert. Gigantische steinerne Monster, schiefe Häuser und mythologische Figuren bevölkern das verwunschene Gelände. Der Garten wurde vom Herzog von Bomarzo als Ausdruck seines Schmerzes nach dem Tod seiner Frau angelegt – und strahlt bis heute eine geheimnisvolle, fast schaurige Atmosphäre aus.
Und noch fünf Geheimtipps mehr …
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