Gelato in Italien: Die 7 wichtigsten Tipps für die Eisdiele

Cono oder coppetta, ein oder drei gusti, Sahne oder nicht: Was sich in Italien an der Theke entscheidet, bevor es einen Löffel gibt.

In italienischen Gelaterien läuft die Bestellung anders als hierzulande: (in der Regel) erst die Kasse, dann die Theke, dazu eigene Begriffe für Größe, Sorte und Sahne. Wer die Grundregeln kennt, trifft eher die passende Wahl zwischen den oft über zwanzig Sorten in der Auslage. Die sieben wichtigsten Tipps.

1. Cono oder coppetta

Waffel oder Becher – die erste Frage an der Theke. Cono ist die Waffel, coppetta der Becher. Preislich macht es in der Regel keinen Unterschied, aber können manchmal auch varrieren: Preisschilder checken.

2. Gusti und Größen

Gusti heißen die Geschmacksrichtungen. Wie viele man wählen darf, richtet sich nach der Größe: piccolo sind häufig ein bis zwei, medio zwei bis drei, grande bis zu vier. Bestellt wird nicht in „Eiskugeln“, sondern direkt mit Sorte: „Un cono piccolo, pistacchio e stracciatella.“

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3. Probieren erlaubt

Bei der Wahl der gusti darf man ruhig fragen: „Posso assaggiare?“ Ein kleiner Löffel zum Probieren ist in den meisten Gelaterien völlig normal und wird häufig von sich aus angeboten (wenn man nicht gerade am touristischen Hotspot in Florenz steht).

4. Panna

Panna ist geschlagene Sahne und kommt in den meisten Gelaterien außerhalb der Touristenzentren immer noch kostenlos oben drauf, wenn man danach fragt. Ohne Nachfrage bleibt sie meistens weg.

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5. Erst Kasse, dann Theke

Der Ablauf ist in der Regel umgekehrt zu dem, was man aus Deutschland kennt: erst an die Kasse, Größe nennen, zahlen, Bon nehmen. Erst mit dem Bon geht es zur Theke und zur Auswahl der gusti. Wenn nicht vorher gezahlt wird: Unbedingt vorher nach dem Preis fragen, vor allem in Touristen-Hotspots. Hier kostet die Kugel auch mal 6 Euro.

6. Eis auch mitten in der Nacht

Vor allem im Süden Italiens ist Eis kein klassisches Nachmittagsvergnügen: In Städten wie Neapel oder Palermo haben Gelaterien im Hochsommer oft bis weit nach Mitternacht geöffnet, und ein Spaziergang mit Eis um 23 Uhr ist völlig normal.

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7. Woran man gutes Gelato erkennt

  • Farbe: Giftgrüne Pistazie oder neongelbe Banane gibt es in der Natur nicht – das ist Farbstoff.
  • Behälter: Tiefe Metallwannen mit Deckel statt aufgetürmter, mit Luft aufgetürmter Berge.
  • Saison: Im Hochsommer dominieren Wassermelone, Pfirsich und Beeren die Karte – wer im August noch Kastanien- oder Panettone-Eis anbietet, noch mal genauer hinschauen.
  • Schlange: Wo Einheimische anstehen, stimmt meistens auch das Eis. Der Standard-Tipp, gilt aber auch fürs Eis.

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Die 10 wichtigsten Sorten

  • Fior di latte – Milcheis pur, ohne Zusätze, die Basis-Sorte schlechthin
  • Pistacchio – am besten aus Bronte, erkennbar an der olivgrün-beigen statt giftgrünen Farbe
  • Nocciola – Haselnuss, in Italien oft beliebter als Schokolade
  • Cioccolato fondente – dunkle Schokolade, meist kräftiger als deutsche Varianten
  • Limone – erfrischendes Fruchtsorbet, klassisch im Sommer
  • Bacio – Schoko-Haselnuss nach dem Vorbild der Baci-Pralinen
  • Crema – Vanillepudding-artig, eine der ältesten Gelato-Sorten überhaupt
  • Fragola – Erdbeere, im Sommer meist mit frischer Frucht statt Aroma
  • Gianduia – Nussnougatcreme (Schokolade mit Haselnüssen aus Piemont), erfunden in Turin unter Napoleons Regentschaft (gibt es auch in Pralinenform)
  • Puffo – knallblaues Schlumpfeis, in Italien Kinderliebling mit Anis-Vanille-Aroma

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