Bei einem schlimmen Unwetter geht am Samstag auf der italienischen Insel Ischia eine Schlammlawine los. Mindestens elf Menschen sterben, eine Person wird noch vermisst. Die Bergungstruppen arbeiten mit Hochdruck.
Die Zerstörung kommt mit ungeheurer Wucht, eine Mischung aus Schlamm und Geröll. Die Kraft ist so stark, dass die Lawine Busse, Häuser, Autos ins Meer reißt. Schutt und Geröll in den Straßen, Straßen, Fahrzeuge und Häuser im Schlamm. Der frühe Samstagmorgen in dem Küstenort Casamicciola im Norden von Ischia, ein Horror-Unwetter. Etwa 8.000 Menschen leben hier. Mindestens 11 von ihnen haben das Unwetter nicht überlebt.
Zwei Familien ausgelöscht
Unter den Toten sind drei Geschwister (zwei Jungen, †15, †11 und ein Mädchen, †6) und ihre Eltern. Ihr Haus übersteht die Schlammlawine nicht. Genauso wie bei dem jungen Paar und ihrem drei Wochen alten Baby. 2017 musste das Paar nach einem Erdbeben die alte Wohnung verlassen. Den Erdrutsch überlebt die kleine Familie nicht. Die Retter finden bei den Bergungsarbeiten zwei weitere tote Frauen (31 und 58).
Schlammmassen zerstören Häuser, in denen auch einige der noch Vermissten sein sollen. Die Insel-Feuerwehr ist im Großeinsatz, mit 70 Helferinnen und Helfern vor Ort. Die Feuerwehrleute retten im letzten Moment zwei Menschen, die die Lawine mit ihrem Auto ins Meer reißt. Verstärkung vom Festland kann zunächst wegen des schlechten Wetters nicht landen, ist aber mittlerweile eingetroffen, darunter allein 40 Feuerwehrwagen und Bergungsmaschinen. Windstärke 11 und Starkregen erschweren zeitweilig die Arbeiten.
Diverse vermisste Personen, darunter eine Frau mit ihrem Säugling konnten bereits gefunden werden und medizinisch versorg werdent. Aktuell evakuieren die Behörden Menschen aus den eingeschlossenen Wohnungen und Häusern.
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankt den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie ihr Amtssitz in Rom mitteilt. Sie stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort. Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino hatte bereits am Freitag wegen des angekündigten Unwetters angekündigt, Schulen, Parks und Friedhöfe für Samstag zu schließen.
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In der Vergangenheit wurde Casamicciola mehrfach von Naturkatastrophen heimgesucht. Am 28. Juli 1883 zerstörte ein Erdbeben den Ort fast völlig, 1800 Menschen starben. Bei einem Erdbeben am 21. August 2017 stürzten mehrere Häuser und eine Kirche ein.
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geschrieben von Pietro Perroni, zuerst veröffentlicht am 26. November 2022







