Treiso im Piemont im Herbst Foto: stock.adobe.com/pixelshop
Von unserer Redaktion
Wenn in Italien die Abende kürzer werden und der Duft nach Regen und Holzfeuer in der Luft liegt, verändert sich auch die Küche.
In der kalten Jahreszeit kommt auf den Tisch, was wärmt und den Herbst feiert: Pasta mit Trüffeln, Wild, Kürbis oder frischem Spinat – Rezepte, die zeigen, wie unterschiedlich Italien schmecken kann. In Mittelitalien beginnt die Saison der Trüffel. Über butterzarten Tagliatelle gehobelt, entfalten sie in Umbrien oder der Toskana ihr volles Aroma – ein Gericht, das nach Erde, Wärme und Luxus duftet.
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Der Herbst wird Wild
Nicht weit entfernt, in den Hügeln rund um Siena, schmoren Jäger Wildschweinragù, das später auf breite Pappardelle trifft. Eine Kombination, die so herzhaft und ehrlich ist wie die Landschaft selbst. Im Norden steht der Herbst im Zeichen des Kürbis.

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In der Lombardei und in der Emilia-Romagna wird daraus Lasagne di zucca – mild, cremig, mit Salbei und Parmesan. Noch zarter wird es mit Gnocchi di zucca, kleinen Kürbisnocken aus Venetien, die in Butter schmelzen und leicht süß schmecken.
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Im Süden gibt es Kohl
Etwas weiter südlich füllt man in der Emilia oder in Ligurien zarte Ravioli mit Ricotta und Spinat, dazu Nussbutter und ein Hauch Salbei – schlicht, aber perfekt. In Apulien dagegen beginnt die Zeit der cime di rapa, des Stängelkohls, der mit Sardellen und Chili serviert wird.
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Die kleinen Orecchiette saugen die Sauce auf und bringen den Süden auf den Teller. Und dann ist da noch der Norden, wenn in den Wäldern rund um Alba die Pilzzeit beginnt. Tagliolini ai funghi porcini – ein Duft nach Wald, Regen und frischer Pasta, so einfach, dass man kaum etwas daran verändern möchte. Und natürlich gibt es hier auch den weltberühmten weißen Trüffel aus Alba.
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Im Oktober und November feiern viele Dörfer diese Gerichte mit kleinen sagre, Dorffesten, bei denen gekocht, gegessen und erzählt wird. Wer in dieser Zeit durch Italien reist, merkt schnell: Der Herbst ist keine Zwischenzeit. Er ist ein Menü.