Die Amalfiküste gilt als eine der schönsten Küsten der Welt. Ihre Geschichte ist genauso spektakulär wie ihre Fotos.
Zitronenbäume, Panoramastraße, Pastellfarben – das kennt jeder. Dahinter verbirgt sich aber eine Küste, die einst Handelsmacht war und eigene Gesetze schrieb. Sieben Geschichten, die selbst Vielreisende überraschen dürften.
Das neue Promille-Schloss in Italien
1. Eine eigene Währung
Im 10. Jahrhundert war Amalfi Drehscheibe des Handels zwischen Orient und Okzident – so bedeutend, dass die Stadt eigene Münzen prägte. Der Tarì war Zahlungsmittel weit über die Küste hinaus.
2. Das erste Seerecht Italiens
Die Tabula Amalphitana entstand in Amalfi und gilt als eines der schriftlich fixierten Seerechte des Landes. Kopien aus dem 17. Jahrhundert sind bis heute erhalten.
3. Positano ist älter, als man denkt
Heute ist Positano ein Instagram-Hotspot und Treffpunkt der internationalen Prominenz. Tatsächlich reichen die Wurzeln des Ortes bis in die Römerzeit zurück. Bereits 987 wurde Positano erstmals urkundlich erwähnt.
4. Die kleinste Gemeinde Süditaliens
Atrani misst gerade einmal rund 0,12 Quadratkilometer und gilt damit als die kleinste Gemeinde des italienischen Festlandes. Zwischen steilen Felsen und dem Meer drängen sich enge Gassen, Gewölbe und Treppen auf engstem Raum – nur wenige Gehminuten von Amalfi entfernt.
5. Woher die Zitronen kamen
Die Zitronen kamen irgendwann zwischen der Antike und dem Mittelalter an die Amalfiküste, vermutlich über arabische Händler. An der Amalfiküste wurden sie schnell zu einem wichtigen Handelsgut. Seeleute nahmen die vitaminreichen Früchte mit, um sich vor Skorbut zu schützen.
6. Eine Modebewegung aus Positano
IDie Moda Positano entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren, als Touristen leichte Leinen- und Baumwollmode kauften. Daraus entwickelte sich die „Moda Positano“, ein sommerlicher Stil aus Leinen, Baumwolle und farbenfrohen Stoffen, der bis heute mit Italienurlaub verbunden wird.
7. Eine römische Villa unter der Kirche
Unter der Pfarrkirche Santa Maria Assunta in Positano liegt, elf Meter unter der Erde, eine römische Villa mit gut erhaltenen Fresken. Entdeckt wurde sie 2003, öffentlich zugänglich ist sie erst seit Kurzem.
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8. Wagner und die Villa Rufolo
1880 verbrachte Richard Wagner Überlieferungen zu Folge Zeit in der Villa Rufolo in Ravello und soll hier den Garten des Zauberschlosses Klingsor aus „Parsifalerkannt haben. Ihm zu Ehren finden in den Gärten der Villa bis heute jährlich Wagner-Konzerte statt.







