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Von unserer Redaktion
„Expresso“ – und andere kleine Versprecher. Wie dein Italienisch italienischer wird.
Wer in Italien nur stumm mit dem Finger auf die Speisekarte zeigt, verpasst etwas. Nicht nur kulinarisch, sondern auch klanglich. Denn Italienisch ist wie ein gut aufgelegter Opernsänger: kraftvoll, melodisch, voller Drama . Klar, dass man da die Töne nicht vermasseln will. Hier kommen die zehn italienischen Wörter, die viele falsch aussprechen.
Espresso – ohne „x”, bitte!
Fangen wir mit dem Klassiker an: „Espresso”. Kein „x“. Niemals. Auch wenn er schnell serviert wird – der Name hat nichts mit express zu tun. Wer „Expresso” sagt, trinkt vermutlich auch „Latte Macchiado” mit „d“.: Es heißt Espresso, gesprochen wie geschrieben.
Bruschetta – mit Biss

Der nächste Stolperstein kommt aus der Vorspeisenecke: Bruschetta – oft als „Bruschehta” entstellt. Das „ch“ wird wie ein hartes deutsches „k“ gesprochen. Also Brus-ketta. Nicht zart, sondern zackig. Denk an knuspriges Brot mit Knoblauch – das verlangt nach Klartext, nicht nach Weichspüler.
„Prosähtscho” mit Drehzahl
Der rustikale „Prosähtscho“, wie er hierzulande – oft auch spaßeshalber – manchmal genannt wird, klingt kaum nach Dolce Vita. Im Italienischen wird das „cc“ vor einem „o“ als hartes „k“ gesprochen, gilt genauso für das „g”. Wer es besonders authentisch mag, lässt das „r“ in Prosecco elegant rollen und das „s“ markant zischen. Ausgesprochen: Pro-sekko.
Mamma mia, mangiare!
„Tackliatelle” – bitte kein deutsches „g“
Ja, das Wort sieht kompliziert aus. Und klingt auch so – wenn man es falsch spricht. Viele sagen Tagliatelle mit hartem „g“, das sogar oft wie „ck” klingt. Aber in Wahrheit verbirgt sich hier ein lautmalerisches Juwel: „Taljatelle”. Das „gli“ wird wie ein weiches „lj“ ausgesprochen, als würde man ein Kätzchen streicheln.
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Die richtige Aussprache
- steht ein „ch” vor einem „e“ oder „i“, wird es wie hartes „k“ gesprochen, wie bei Chiara
- ein „c” oder „g” vor „a”, „o” oder „u” wird hart ausgesprochen (wie bei Carolina)
- steht ein „c” oder „g” vor einem „e” oder „i” wird es weich ausgesprochen, „tschi“ (-ci) oder „tsche“ (-ce) oder bei „buon giorno”.
- „gn” wie bei Lasagne wird im Italienischen zu „nj” (ausgesprochen wie in Cognac)
„Latte Mattschiato”
Wer seinen Kaffee mit Stil bestellen möchte, sollte den Latte macchiato nicht klingen lassen, als sei er durch eine Pfütze gezogen worden. Bei macchiato steht ein „h“ zwischen „c“ und „i” und das klingt wie ein klares „k“. Wer den „Matsch“ vermeidet, hat schon halb gewonnen.
Gnocchi – ein Wort, zwei Missverständnis
Gnotschi hört sich irgendwie süß an, ist aber genauso falsch wie Knocki. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen – genauer gesagt bei Njokki. Die „gn“-Kombi klingt wie ein nasales „nj“, das „o” is lang, das „kk“ ist weich, fast wie ein feuchter Kuss. Wer’s einmal richtig gehört hat, kann nie wieder anders.
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Rundgang durch Rom – immer richtig
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Der falsche „Parmesano”
Der beste Begleiter für Pasta aller Art ist der Parmesan, oder Parmigiano auf Italienisch. Die Aussprache ist nicht Parmesano, sondern Parmidschano. Sag’s mit Überzeugung und einem kleinen Nicken.
„Quattro stazoni” – die Pizza mit den Vierteln
Ein echter Klassiker unter den charmanten Sprachunfällen: „Pizza Quattro Stazioni”. Klingt irgendwie logisch – vier Stationen, eine für Salami, eine für Artischocken, eine für Champignons und die letzte fürs Umsteigen in Richtung Dessert? Tatsächlich heißt das Gericht Quattro Stagioni, also „vier Jahreszeiten“. Tipp: Einfach an Vivaldi denken, nicht an den Fahrplan.
Ein Gemüse* namens „Zutschini”
„Zutschini” oder sogar „Tschuzzini”: Es gibt einige (falsche) Varianten für die Aussprache von Zucchini. Im Italienischen wird das „z“ am Anfang sanft gesprochen – etwa wie das „s“ in Suppe (kein zackiges Z wie in Zucker, und schon gar kein tsch). „Ch” vor „i” wird bekanntermaßen zu „k”. Wer es originalgetreu aussprechen möchte, sagt also in etwa Dsuk-ki-ni, mit doppeltem „k“ und einem weichen Einstieg.
*Botanisch gesehen ist die Zucchini eine Frucht, kulinarisch ein Gemüse.
Prösterchen mit einem guten „Schianti”
Wir beenden unsere Auflistung mit enem wunderbaren Klassiker, einem guten italienischen Tropfen – dem „Schianti”, der Chianti geschrieben wird – und Kian-ti ausgesprochen wird. In diesem Sinne – Prösterchen!
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