Warum die Abruzzen 2026 zu Italiens Traumregionen zählen

Der 2 km lange Adriastrand von Pineto mit Pinienwald

Von unserer Redaktion

Slow Travel statt Häkchenliste: In den Abruzzen verbinden sich Berge, Adria und Küche – mit Platz, der andernorts oft fehlt.

2026 markiert das Ende der klassischen Bucket-List. Gefragt ist nicht mehr das lückenlose Abklappern der Ikonen, sondern der bewusste Umweg: „Detour Destinations“ ersetzen die To-Do-Punkte – und hierzu passen die Abruzzen perfekt. Eine Region mit sehr klaren, praktischen Vorteilen.

  • Die Abruzzen in Italien
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  • Pineto in den Abruzzen

1. Zwischen Bergen und Meer, ohne Umwege

Die Abruzzen liegen auf der Achse zwischen Rom und der Adriaküste. Das macht die Region attraktiv für alle, die nicht wählen wollen: vormittags Apennin-Landschaft, nachmittags Strand, abends ein Ort im Hinterland. Diese Nähe ist kein Marketingsatz, sie steht so auf der Karte.

2. Natur steht unter Schutz


Rund ein Drittel der Abruzzen steht unter Schutz – als National- oder Regionalpark, als Reservat. Der Nationalpark Abruzzo, Lazio e Molise entstand bereits in den frühen 1920er-Jahren und gehört zu den ältesten Italiens. Im Gran-Sasso-Massiv ragt mit dem Corno Grande der höchste Gipfel des Apennin auf 2.912 Meter. Von den Orten aus sind es oft nur wenige Schritte bis hinaus ins Offene.

3. Adria mit eigener Handschrift


Die Küste der Abruzzen teilt sich auf 130 Kilometern in zwei verschiedene Welten. Im Norden weite Sandstrände. Es sind die Abruzzen der sanften Übergänge, geprägt von Pinienhainen und flachen Ufern. Nach Süden hin bricht diese Ordnung auf. Die Küste wird rau, die Klippen steiler. Hier beginnt die Costa dei Trabocchi. Diese auf filigranen Holzpfählen im Meer thronenden Konstruktionen – vom Dichter Gabriele D’Annunzio einst als „kolossale Spinnen“ beschrieben – trotzen seit Jahrhunderten der Brandung.

4. Küche mit Herkunft statt Konzept

Auch die Küche der Abruzzen ist eng mit dem verbunden, was die Landschaft hergibt. Pasta alla chitarra gehört bis heute zu den festen Gerichten der Region – kantige, leicht raue Eier-Spaghetti mit quadratischem Querschnitt, die Saucen gut aufnehmen und nicht viel Begleitung brauchen. Der Montepulciano d’Abruzzo ist seit 1968 als DOC klassifiziert und prägt den Weinbau vieler Gegenden. Wer 2026 nach einer Küche sucht, die sich aus ihrer Umgebung erklärt, findet hier Produkte und Rezepte, die nicht inszeniert wirken, sondern aus dem Alltag entstanden sind.

5. Winter als zweite Saison

Rund um Roccaraso und Rivisondoli haben sich mehrere Orte zum Skigebiet Alto Sangro zusammengeschlossen. Auf rund 90 Kilometer Pisten zeigt sich hier eine Seite der Abruzzen, die viele nicht erwarten. Der Wintersport steht nicht für sich, sondern ergänzt eine Region, die im Sommer von Wanderwegen, Hochflächen und Nationalparks geprägt ist. Gerade dieser Wechsel macht den Reiz aus: dieselbe Landschafte, zwei Gesichter.

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