Von unserer Redaktion
Wer Portofino hört, denkt an Yachten, Champagner und Designerläden. Hinter der glamourösen Fassade steckt mehr.
Das berühmteste Fischerdorf Italiens ist mehr als eine malerische Kulisse für Superyachten. Portofino ist ein Dorf mit 358 Einwohnern einer Jahrtausende alte Geschichte, das aktuell versucht, seine Seele zu bewahren. Schon die alten Römer kannten „Portus Delphini“ – den „Hafen der Delfine“. Die Tiere sind bis heute gelegentlich im Golf von Tigullio zu sehen. Wie alte Freunde, die sich zeigen.
Portofino zum Durchklicken
Das kleinste Dorf in der Provinz
Mit kaum drei Quadratkilometern Fläche ist Portofino die kleinste Gemeinde der Provinz Genua – ein Dorf im wörtlichen Sinn. Und trotzdem spielte es über Jahrhunderte eine Rolle im Machtgefüge der Region. Im Jahr 986 schenkte Adelheid von Burgund das Dorf der 5 Kilometer entfernten Abtei San Fruttuoso. Die Abtei selbst ist bis heute nur zu Fuß oder per Boot erreichbar, eingebettet in eine Bucht. Sie war im Laufe ihrer Geschichte Benediktinerkloster, Piratenversteck und Adelsresidenz. Heute gehört sie dem italienischen Denkmalschutzfonds FAI – und ist ein Ort der Ruhe inmitten spektakulärer Natur.
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Sicherer Hafen im Mittelalter
Im Mittelalter nutzten genuesische Handelsschiffe Portofino als geschützten Hafen. Kein Zufall: Die halbkreisförmige Bucht bietet nicht nur eine traumhafte Kulisse, sondern auch einen der sichersten Ankerplätze an der Riviera. Portofino wechselte im Laufe der Jahrhunderte oft den Besitzer: von Genua zu Florenz, dann wieder zurück. Adelsfamilien wie die Spinola, Fieschi, Adorno und Doria schrieben hier Geschichte – lange bevor Madonna und Clooney in den Gassen auftauchten.
Naturschutz heute
Das Dorf liegt mitten im Naturpark Portofino – ein geschütztes Gebiet voller Steineichen, wilder Olivenbäume und spektakulärer Küstenpfade. Wer wandert, sieht: Portofino kann auch still, grün und menschenleer sein. Seit 1999 gehört Portofino zum gleichnamigen Meeresschutzgebiet. Besonders berühmt: Die bronzene Christusstatue „Cristo degli Abissi“ (Christus der Abgründe), die 17 Meter tief in der Bucht von San Fruttuoso auf dem Meeresgrund steht – ein beliebtes Ziel für Taucher und ein stiller Wächter über das, was verborgen bleibt.
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Farben, die Geschichte erzählen
Die berühmten pastellfarbenen Häuser entlang der Bucht sind nicht nur ein Instagram-Traum, sondern Teil der maritimen Tradition: Fischer konnten so auch vom Meer aus ihr Zuhause erkennen. Das Castello Brown thront über dem Hafen – einst eine Festung, heute ein Museum mit einem der besten Ausblicke Liguriens. Die kleine Kirche San Giorgio bewahrt die Reliquien des Heiligen Georg – und wird jedes Jahr mit einem Patronatsfest gefeiert. Musik, Lichter, geschmückte Häuser.
Wie der Tourismus anfing
Tourismus-Pionier war der britische Botschafter in Genau, Sir Montague Yeats Brown. Der kaufte 1867 er das Castello di San Giorgio und ließ es komfortabel umbauen. Später machte der deutsche Sektbaron und Diplomat Alfons Mumm von Schwarzenstein Schlagzeilen, als er 1911 in Portofino eine Ferienvilla errichten ließ. Berühmts-Booster waren die 1922 im Castello Brown entstandenen Novelle „Verzauberter April“ der britischen Autorin Elizabeth von Arnim und das Lied „Love in Portofino“, von Fred Buscaglione und Leo Chiosso (1958). Ab den 1990ern begann er Super-Hype. Das internationale Jet-Set war da – und. mitihm kamen die Zaungäste.
Das legendäre Lied über Portofino
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Mehr InformationenWarum die Preise explodiert sind
Das Dorf selbst hat sich nie zur Bühne gemacht und in den vergangenen Jahren wurde der Ansturm vielen zu viel. Der amtierende Bürgermeister Matteo Viacava unterzeichnete im April 2023 eine offizielle „Ordinanza per la regolamentazione dei flussi turistici“. Diese Verordnung richtet sogenannte „rote Zonen“ ein, in denen das Stehenbleiben verboten ist – an der Piazzetta, dem Hafenbereich und engen Durchgängen. Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 275 Euro geahndet. Im Juli 2023 wurden deshalb erlassen, dass Kreuzfahrtschiffe nicht mehr anlegen dürfen und keine neuen Hotels gebaut werden dürfen – seitdem sind die Preise am Immobilienmarkt explodiert.
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