Luxus-Studie: So viel geben die Superreichen im Italien-Urlaub aus

Der Luxusort Portofino in Ligurien Foto: stock.adobe.com/tundedin

Italien ist ein Lieblingsziel der Superreichen im Urlaub. Was bringt Italien der Luxus-Tourismus? Eine Studie hat jetzt untersucht, wie viel die First-class im Urlaub ausgibt. Ein Milliardengeschäft.

Fluch und Segen der Gäste mit Geld. Ihre XL-Yachten versperren die Buchten, verdrecken Wasser und Luft. Die Preise für Grundstücke in Orten wie Positano und Portofino steigen in absurde Höhen. Und wo es sich diese Leute erstmal gemütlich gemacht haben, braucht sich ein Otto-Normalo-Geldbeutel nicht mehr blicken zu lassen.

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Mit Gläschen in der Hand: die Minimum-Ausstattung
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Was kaum einer weiß: Diese verhältnismäßig kleine Gruppe des sogenannten High-End-Segments bringt im Verhältnis überdurchschnittlich viel Geld mit. Im Schnitt 14.700 Euro gibt eine Luxus-Touristin, ein Edel-Urlauber in Italien aus. Ein Urlaub im Wert eines mittleren PKWs.

Erforscht, warum Italien mit den Händen spricht

Bei knapp zwei Millionen reichen Urlaubenden in Italien, reden wir über eine Summe von etwa 25 (!!!) Milliarden Euro pro Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Verband ECCIA in Auftrag gegeben hat (ECCIA = europäische Allianz der Kultur- und Kreativindustrien, mehr siehe unten).*

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Hier zeigt man, was man hat: Showtime an der Amalfiküste
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Wie Luxus einen Ort beeinflusst

Das hat die Studie über Luxusurlauber in Italien und Europa herausgefunden:

  • High-End-Gäste geben achtmal mehr aus als der Durchschnitt.

  • Die Luxusklasse hat einen erheblichen Einfluss auf die lokalen Gebiete. Als Beispiel: Macht irgendwo ein Edel-Ressort auf, folgt bald ein Gourmet-Restaurant, dann die Armani-Boutique und so weiter und so weiter.

  • Obwohl Luxustourist*innen nur 2 Prozent im Gastgewerbe ausmachen, ist ihr Anteil an den Gesamtausgaben 10-mal höher. Als Beispiel: Der Normalverdiener zahlt im Schnitt 20 Euro für sein Mittagessen, der Reiche dagegen 200 Euro.

Warum man in Italien täglich mit Mama telefoniert

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Einer der Lieblingsorte der Reichen: Portofino in Ligurien
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  • Im Bereich Kultur, Unterhaltung und Einkaufen sorgt die Edelklasse sogar für 33 Prozent der Umsätze.
  • Da im Luxussegment fast doppelt so viele Menschen beschäftigt werden wie in der regulären Tourismus-Sparte, profitiert der Arbeitsmarkt. Daneben gibt es auch positive Einflüsse auf andere Branchen wie Image-Aufbau, Investitionen in andere Branchen und Ähnliches.
*Zur Einordnung der Studie: Was ist die ECCIA?

Der ECCIA besteht aus sechs euorpäischen Organisationen der Kultur- und Kreativwirtschaft: Altagamma (Italien), Circulo Furtuny (Spanien), Comité Colvert (Frankreich), Gustaf III Kommitteeé (Schweden), Meisterkreis (Deutschland) und Walpole (UK). Zusammen vertreten sie mehr als 600 Marken und kulturelle Institutionen in Europa. Die Ziele des Verbandes: Nachhaltigkeit, die Verbesserung der Herstellungskompetenz, Erforschung und Förderung des High-End-Tourismus für die europäische Wirtschaft.

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Photo by Rachel Claire on Pexels.com

geschrieben von Pietro Perroni, zuerst veröffentlicht am 10. Juni 2022

Quellen: Pressemitteilung ECCIA, 17.5.22: „New ECCIA chairman Matteo Lunelli previews the study on high-end tourism in Europe“; diverse Statistiken über Tourismus von Italien von Statista als Background

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