Die italienische Hitze ist die eine Sache. Der Anstand die andere. Weil zu viele Gäste halbnackt durch Sorrent liefen, hat der Bürgermeister jetzt Kleiderregeln erlassen. Oben-ohne und Bikini sind abseits des Strands jetzt verboten…
Wer sich eben ein Panino oder ein Eis für den Strand holen möchte, muss sich ab sofort etwas überziehen, wenn er in Sorrent an der Amalfi-Küste unterwegs ist. Die Nacktheit der Besucherinnen und Besucher hat in diesem Sommer so zugenommen, dass Bürgermeister Massimo Coppola Kleiderregeln aufgestellt hat.

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Zum einen fürchtet der Bürgermeister um den guten Ruf und die Lebensqualität seines Städtchens, zum anderen löse die Nacktheit bei den Einheimischen „Unwohlsein und Unbehagen aus“:
„Für die Mehrheit meiner Wählerinnen und Wähler verstoßen Bikini- oder Oben-Ohne-Spaziergänger gegen den Anstand, der das zivilisierte Zusammenleben auszeichnet“, sagte Coppola der englischen Zeitung Times.
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Ab sofort hat die örtliche Polizei ein Extra-Auge auf nackte Haut. Wird man halbnackt beim Bummeln erwischt, sind Geldbußen bis zu 500 Euro möglich. Sorrent kein Einzelfall. Auch in Praia a Mare (Kalabrien) ist das Tragen von unangemessener Kleiderung und sogar Barfuß-Laufen verboten. In Rapallo (Ligurien) gibt es extra Straßenschilder mit Kleider-Regeln.
Hier liegt Sorrent an der Amalfi-Küste
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geschrieben von Anni Kayser, zuerst veröffentlicht am 11.7.22
Titelbild/Collage – Fotos: Netfalls; wlablack/Getty Images via canva.com
Quellen: eigene Recherche; The Times/Philip Willan: „Mayor outlaws bikinis to spare Sorrento’s blushes – Tourists threatened with €500 fines in Italian resort town“









