Karibik alla Italiana: La Pelosa auf Sardinien Foto: stock.adobe.com/den-belitsky
Von unserer Redaktion
Karibikträume müssen kein Langstreckenziel sein. Wer weiß, wo er suchen muss, findet auch in Italien Strände, die so paradiesisch aussehen, dass man zweimal hinschauen muss.
Von Apulien bis Lampedusa, von Sardinien bis Kalabrien: Das Bel-Paese hat im Süden nicht malerische Buchten wie an der Amalfiküste, es bietet auch echtes Südseefeeling: heller Sand, glasklares Wasser, Dünen, Klippen und Farben, die nach Fernweh aussehen. Das sind die 10 schönsten Karibik-Strände in Italien:
Klick auf die Pins und du kommst direkt zu den Stränden:
1. Pescoluse in Apulien: Die „Malediven des Salento“

Foto: stock.adobe.com/ Alexandre ROSA
Pescoluse liegt im tiefen Süden Apuliens, an der ionischen Küste des Salento. Der Spitzname „Malediven Italiens“ klingt nach Marketing, trifft aber einen wahren Kern: Der Strand ist mehrere Kilometer lang, der Sand fein wie Mehl, das Wasser flach und so klar, dass man schon beim Reingehen weiß, was die Fische frühstücken. Wer Schatten sucht, wird von niedrigen Dünen empfangen, zwischen denen unter Naturschutz stehende Sandlilien blühen – eine Rarität, genau wie halbwegs ruhige Tage im August.

Foto: stock.adobe.com/ Stefano Zaccaria
Wem das Sonnenbad allein zu wenig ist, der fährt ein paar Minuten weiter nach Santa Maria di Leuca. Dort markiert ein 48 Meter hoher Leuchtturm das Ende der Welt – zumindest für die Römer, die den Ort so nannten. Nebenan steht die Wallfahrtskirche, davor bricht die Küste steil ins Meer. Die Straße dorthin, die SP358, gehört zu den schönsten Panoramarouten Süditaliens – allerdings nichts für schwache Bremsen oder Beifahrer mit Höhenangst.
Lage:
- Region Apulien (Puglia), Süditalien
- Gemeinde Salve, Provinz Lecce
- Ionische Küste, ca. 70 km südlich von Lecce
Besonderheit:
- bekannt als „Malediven des Salento“
- flach abfallendes, ruhiges Meer – ideal für Familien und Kinder3
- umgeben von Dünen und mediterraner Vegetation, darunter die geschützte Sand-Lilie (Giglio di Mare)
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- mehrere Lidos, aber auch freie Strandabschnitte
Beste Reisezeit:
- Mai bis September
- in der Hauptsaison sehr belebt, daher Besuch am frühen Morgen oder in der Nebensaison empfohlen
Adresse:
Loc. Pescoluse, 73050 Salve LE
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
- Das große Mangiare-Quiz: Wie gut schmeckst du Italien?
- Fünf italienische Alltagsrituale, die das Leben besser machen
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Mehr Informationen2. Cala Brandinchi auf Sardinien: Das kleine Tahiti

Photo by Davide Robetti on Pexels.com
Cala Brandinchi liegt an der Ostküste Sardiniens, rund sieben Kilometer nördlich von San Teodoro – und sieht auf den ersten Blick nicht aus wie Italien, sondern wie ein Photoshop-Export aus der Südsee. Der helle Sand ist fein, das Wasser fast milchig-blau, und der Übergang zwischen Meer und Lagune so sanft, dass man fast vergisst, dass es hier durchaus auch Wellen geben kann. Im Rücken stehen Pinien und Wacholder, davor schimmert das Wasser in Farben, die sonst eher auf Bildschirmschonern vorkommen. Es ist kein Geheimtipp mehr – aber einer der wenigen überlaufenen Strände, den man trotzdem nicht bereut.

Foto: stock.adobe.com/Travel Wild
Wer dem Trubel entkommen will, läuft zehn Minuten nördlich zum Strand Lu Impostu – ähnlich schön, aber oft weniger voll. Und wer genug Sand zwischen den Zehen hat, fährt weiter nach San Teodoro: ein kleiner Ort mit Bars, Boutiquen, und dem sardischen Versuch, Nachtleben hinzubekommen, ohne gleich die Ruhe zu verlieren.
Lage:
- Nordostküste Sardiniens, Region Gallura
- Gemeinde San Teodoro, nahe Capo Coda Cavallo
- gegenüber der Insel Tavolara, ca. 7 km von San Teodoro, ca. 25 km südlich von Olbia
Besonderheiten:
- bekannt als „Klein-Tahiti“
- flach abfallendes Meer, ideal für Familien
- umgeben von Pinienwäldern, Dünen und mediterraner Vegetation
- Vogelbeobachtung am nahegelegenen Teich mit Flamingos und Reihern
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- ca. 700 m langer, gut erschlossener Strand
- Strandservice: Liegen- und Sonnenschirmverleih, Bar/Restaurant, Kanu- und Tretbootverleih
- Picknickplätze im Pinienwald, Parkplätze (gebührenpflichtig in der Hauptsaison)
- Steg für kleine Boote, sanitäre Anlagen
Beste Reisezeit:
- Mai bis Juni und September bis Oktober: angenehmes Klima, weniger überlaufen
- Hochsaison (Juli–August): sehr belebt, früher Besuch empfohlen
Adresse:
Cala Brandinchi, Località Capo Coda Cavallo, 08020 San Teodoro (SS), Sardinien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
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Mehr Informationen3. Fontane Bianche bei Syrakus auf Sizilien

Foto: stock.adobe.com/fabioscrima
Nur wenige Kilometer südlich von Syrakus liegt Fontane Bianche – ein Familienstrand mit flachem, glasklarem Wasser, hellem Sand und einer sommerlich-entspannten Stimmung. Der Name bedeutet „weiße Quellen“ und beschreibt die Farbintensität dieses Küstenabschnitts ziemlich treffend.
Und weil Syrakus nur 20 Minuten mit dem Auto entfernt liegt, lohnt sich ein Abstecher. Die Altstadt Ortygia ist über eine Brücke erreichbar und weitgehend autofrei – verwinkelte Gassen, Märkte, Barockfassaden, und mittendrin Restaurants, die ohne viel Aufhebens frischen Fisch servieren. Wer tiefer einsteigen will: das griechische Theater aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist eines der größten der Antike und bis heute in Betrieb. Fontane Bianche liefert das Badetuch, Syrakus den Kontext.

Foto: stock.adobe.com/Balate Dorin
Lage:
- Südostsizilien, ca. 15–16 km südlich von Syrakus
- Provinz Syrakus, direkt am Ionischen Meer
Besonderheit:
- feiner, weißer und flacher Sandstrand
- benannt nach den Süßwasserquellen, die direkt am Strand ins Meer fließen
- sehr kinderfreundlich
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- ca. 3 km langer, breiter Sandstrand mit öffentlichen Abschnitten und mehreren Lidos
- Ausstattung: Liegen- und Schirmverleih, Strandbars, Restaurants, Duschen, Toiletten
Beste Reisezeit:
- Mai bis Oktober
- Hochsaison (Juli/August) sehr belebt, Nebensaison ruhiger und entspannter
Adresse:
Fontane Bianche, 96010 Syrakus, Sizilien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
4. La Pelosa auf Sardinien

Foto: stock.adobe.com/ SimoneGilioli
La Pelosa liegt an der Nordwestspitze Sardiniens bei Stintino: ein Strand, der regelmäßig in europäischen Rankings auftaucht – zu Recht. Das Wasser ist so klar, dass man auch bei Hüfthöhe noch jeden Sandkrümel sieht. Der Strand selbst ist hell, fast weiß, und fällt so flach ab, dass man minutenlang durchs Wasser laufen kann, ohne zu schwimmen. Vor der Küste steht ein alter spanischer Wachturm aus dem 16. Jahrhundert – heute Kulisse statt Bollwerk.
Der Zugang ist limitiert: Wer im Sommer kommen will, muss vorher online reservieren und zahlt Eintritt. Das schützt den Strand – und bremst zumindest ein bisschen den Andrang.

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Nur wenige Minuten entfernt liegt Stintino, ein kleiner Ort mit Hafen, Fischlokalen und überraschend wenig Trubel. Von hier aus starten Boote zur Insel Asinara, die früher Strafkolonie war und heute als Nationalpark mit freilaufenden Eseln und glasklaren Buchten punktet.
Lage:
- Nordwestküste Sardiniens, auf der Halbinsel Stintino
- Provinz Sassari, ca. 2 km von Stintino entfernt
- Blick auf die Inseln Piana und Asinara
Besonderheit:
- berühmt für schneeweißen Sand und türkisblaues Wasser
- flach abfallendes Meer, bis zu 20 Meter knöcheltief – ideal für Familien und Kinder
- geschützt durch vorgelagerte Inseln, daher auch bei Wind ruhig
- markantes Panorama mit dem historischen Torre della Pelosa und Blick auf Isola Piana
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- ca. 300–330 Meter langer, gut erschlossener Strand
- Ausstattung: Liegen- und Schirmverleih, Bar, Restaurant, Kiosk, Toiletten
- Wassersportmöglichkeiten: Schnorcheln, Tauchen, Kanus, Surfen
- Parkplätze vorhanden (in der Saison kostenpflichtig, Zugang mit Online-Reservierung)
Beste Reisezeit:
- Mai bis Juni und September – weniger überlaufen, angenehmes Klima
- Hochsaison Juli/August sehr belebt, Zugang limitiert und nur mit Reservierung möglich
Adresse:
Spiaggia La Pelosa, 07040 Stintino (SS), Sardinien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
- Lieblingsort Toskana – und was wirklich dahinter steckt
- Das 60-Sekunden-Quiz: Wie schnell erkennst du Italien?
5. Baia delle Zagare in Apulien

Im Gargano, der Fersenspitze des italienischen Stiefels, liegt die Baia delle Zagare – ein Strand, den man nicht zufällig findet. Eingeklemmt zwischen Kalksteinklippen, mediterraner Macchia und einem bewaldeten Steilhang, ist die Bucht nur über einen Hotelaufzug oder einen langen Fußweg erreichbar. Belohnt wird man mit feinem, fast weißen Sand und einem Panorama, das selbst Italiener beeindruckt: Zwei freistehende Felsen – die Faraglioni – ragen aus dem smaragdgrünen Wasser und geben der Bucht ihr Profil. Die Zahl der Badegäste ist begrenzt, was die Atmosphäre ruhig und konzentriert hält.

Foto: stock.adobe.com/arkanto
Wer mehr als nur baden will, findet in der Umgebung reichlich Möglichkeiten. Vieste, die „weiße Stadt“ mit ihrer Altstadt auf dem Felsen, liegt etwa 30 Minuten entfernt. Auch der Gargano-Nationalpark beginnt gleich hinter der Küste – mit uralten Buchenwäldern, Grotten, Klöstern und dem Wallfahrtsort Monte Sant’Angelo, der spektakulär über dem Meer thront.
Lage:
- Gargano-Küste, Gemeinde Mattinata, Region Apulien
- Teil des Nationalparks Gargano, eingebettet zwischen hohen Kalksteinfelsen
Besonderheit:
- bekannt für spektakuläre Kalksteinfelsen im Meer, darunter die ikonischen Faraglioni „Arco di Diomede“ und „Le Forbici“
- umgeben von mediterraner Vegetation und duftenden Orangenblüten (Zagare)
- abgeschiedene Atmosphäre, ideal für Naturliebhaber
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- Strand in zwei Hauptbereiche geteilt: exklusiver Bereich für Hotelgäste (Zugang per Aufzug/Treppe) und öffentlicher Bereich (Zugang über lange Treppe)
- Lido Baia dei Mergoli mit Liegen, Sonnenschirmen und Kajakverleih
- Zugang in der Hochsaison limitiert, um Umweltbelastung zu vermeiden
- keine Bars direkt am Strand, Proviant wird empfohlen
Beste Reisezeit:
- Mai bis September für bestes Badewetter und warmes Wasser
- Frühling und Frühherbst für weniger Touristen
Adresse:
Baia delle Zagare, 71030 Mattinata (FG), Apulien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
6. Spiaggia dei Conigli auf Lampedusa, Sizilien

Foto: stock.adobe.com/bepsphoto
Die Spiaggia dei Conigli – übersetzt: „Kaninchenstrand“ – liegt auf der Insel Lampedusa und zählt nicht nur zu den schönsten Stränden Italiens, sondern regelmäßig zu den Top-Stränden Europas.
Trotz des Namens begegnet man hier eher Schildkröten als Hasen: Die geschützte Bucht ist Nistplatz der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta), weshalb der Zugang streng reguliert ist. Besucher dürfen nur zu Fuß über einen Naturpfad hinunter, und Liegen oder Musikboxen sind hier fehl am Platz. Der Strand selbst besteht aus feinem, hellem Sand, das Wasser ist glasklar und türkis, die vorgelagerte Isola dei Conigli schafft ein lagunenartiges Ambiente. Boote sind tabu, Schnorcheln ist erlaubt – und lohnt sich.

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Wer Zeit mitbringt, sollte auch Cala Pulcino oder Cala Creta ansteuern: kleinere Buchten, oft fast leer. Und abends? Am besten ans Capo Ponente – der westlichste Punkt der Insel bietet Sonnenuntergänge, für die man keinen Filter braucht.
Lage:
- Südwestküste der Insel Lampedusa, zu den Pelagischen Inseln gehörend
- Teil der Riserva Naturale Orientata Isola di Lampedusa, etwa 6 km vom Hauptort Lampedusa entfernt
- Zugang über einen ca. 800–1000 Meter langen Fußweg durch ein Naturschutzgebiet
Besonderheit:
- gilt als eine der schönsten Strände der Welt, mit feinem Sand und türkisfarbenem Wasser
- Namensgeber ist ein vorgelagertes Inselchen („Isola dei Conigli“), das zeitweise durch einen Sandstreifen mit dem Festland verbunden ist
- Wichtiges Schutzgebiet für die Meeresschildkröte Caretta caretta, die hier ihre Eier legt
- umgeben von unberührter Natur, mit mediterraner Macchia und Vogelrastplatz
- bekannt als „Piscina di Dio“ (Gottes Schwimmbecken), ein Begriff geprägt vom Sänger Domenico Modugno, der hier seine letzten Jahre verbrachte
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- keine Badeeinrichtungen oder kommerzielle Infrastruktur am Strand
- Besucher sollten eigene Ausrüstung (Sonnenschutz, Verpflegung) mitbringen
- Zugang ist limitiert und muss in der Hochsaison teilweise reserviert werden
- Der Strand ist nur tagsüber geöffnet (08:30–19:30 Uhr), um die Schildkröten-Nistzeiten zu schützen
Beste Reisezeit:
- Frühling bis Anfang Herbst (Mai bis September) für bestes Wetter und angenehme Wassertemperaturen
- Sehr frühe Ankunft empfohlen, um Menschenmassen zu vermeiden
Adresse:
Spiaggia dei Conigli, 92010 Lampedusa (AG), Sizilien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
7. Caminia in Kalabrien

Foto: stock.adobe.com/Dionisio Iemma
Caminia liegt an der Costa degli Aranci, der „Orangenküste“ im Golf von Squillace, und ist einer jener Strände, die man selbst in Italien nicht überall kennt – dafür aber umso mehr schätzt, wenn man sie findet. Eingebettet zwischen zwei steile Klippen mit Grotten, Pinien und Felswänden, öffnet sich die Bucht zu einem breiten Streifen aus hellem, fast weißem Sand. Das Wasser fällt rasch ab, bleibt aber glasklar – mit Sichttiefen, die selbst ambitionierte Schnorchler zufriedenstellen.
Der Strand ist öffentlich zugänglich, es gibt aber auch einige Lidos. In der Hochsaison kann es eng werden, aber der Großteil des Jahres bleibt Caminia vergleichsweise ruhig – vielleicht, weil man ohne Auto kaum hinkommt.

Foto: stock. adobe.com/gianlucadonato
Oberhalb der Klippen thront das kleine Kloster Santa Maria del Monte. Wer den Pfad dorthin nimmt, wird mit einem Panoramablick über die gesamte Bucht belohnt – Kalabrien pur.
Lage:
- Ionische Küste Kalabriens, Gemeinde Stalettì, Provinz Catanzaro
- Eingebettet zwischen zwei imposanten Klippen, ca. 10 km südlich von Soverato
Besonderheit:
- breiter, heller Sandstrand mit, ruhigem Wasser und spektakulärer Kulisse aus Felsen und üppiger Vegetation
- windgeschützte, seichte Bucht
- weniger überlaufen als andere Strände
- Grotta di San Gregorio in der Nähe, per Kanu oder Tretboot erreichbar
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- Öffentliche und bewirtschaftete Strandabschnitte mit Liegen- und Schirmverleih
- Cafés, Bars und Restaurants direkt am Strand, hervorragende regionale Küche
- Tretboot- und Kajakverleih, Duschen, Toiletten
- Kostenpflichtiger Parkplatz direkt hinter dem Strand
Beste Reisezeit:
- Mai bis September für Badewetter, Juni und September besonders angenehm und weniger voll
- Hochsaison Juli/August: lebhafter, aber nicht überfüllt
Adresse:
Spiaggia di Caminia, 88069 Stalettì (CZ), Kalabrien, Italien
Mehr Infos: Offizielle Tourismusseite
8. Cala Goloritzé auf Sardinien

Foto: stock.adobe.com/SimoneGilioli
Cala Goloritzé liegt an der Ostküste Sardiniens, in der Baunei-Region, und gehört zu den wenigen Stränden Italiens, die man nicht einfach mal so nebenbei mitnimmt. Der Zugang ist nur zu Fuß möglich – über einen rund einstündigen Abstieg vom Hochplateau des Supramonte – oder per Boot, wobei Ankern in der Bucht verboten ist. Wer sich den Weg macht, landet an einem kleinen, fast weißen Kiesstrand mit türkisfarbenem Wasser, das an klaren Tagen eher wie Glas wirkt.
Hinter dem Strand ragt die Kalkstein-Nadel Aguglia di Goloritzé fast 150 Meter senkrecht in den Himmel – beliebt bei Freeclimbern und ein Wahrzeichen der Küste. Die Bucht steht unter Naturschutz und wurde 1995 zum italienischen Naturmonument erklärt.

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Touristisch erschlossen ist hier wenig – keine Bar, kein Liegenverleih, kein Trubel. Cala Goloritzé ist kein Ort zum Konsumieren, sondern einer, den man sich verdient.
Lage:
- Ostküste Sardiniens, Gemeinde Baunei, Provinz Ogliastra
- Am südlichen Ende des Golfs von Orosei, eingebettet in den Nationalpark Gennargentu
Besonderheit:
- Entstand 1962 durch einen Erdrutsch, 1995 zum italienischen Nationalmonument erklärt
- Bekannt für einzigartige Kalksteinfelsen, darunter die 100 m hohe Felsnadel L’Aguglia (Punta Caroddi) und das natürliche Felsentor L’Arco di Goloritzè
- Kristallklares, türkisblaues Wasser und weißer Kieselstrand
- 2025 zum schönsten Strand der Welt gewählt
- Beliebtes Ziel für Wanderer, Kletterer und Naturliebhaber
- Bootsanleger nur 200 Meter vor der Küste erlaubt, um die Natur zu schützen
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- Kleiner, naturbelassener Kiesstrand ohne feste Infrastruktur (keine Toiletten oder Duschen)
- Zugang nur zu Fuß über Wanderwege (ca. 3,5 km ab Parkplatz Su Porteddu) oder per Boot (ohne Motor)
- Wanderwege bieten spektakuläre Ausblicke, besonders über Punta Salinas
- Naturschutzgebiet mit strengen Regeln zum Schutz der Umwelt und Begrenzung des Besucherandrangs
Beste Reisezeit:
- Mai bis September für angenehmes Badewetter und warme Wassertemperaturen
- Frühmorgendliche Ankunft empfohlen, um Menschenmassen zu vermeiden
Adresse:
Cala Goloritzè, 08040 Baunei (NU), Sardinien, Italien
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9. San Vito Lo Capo auf Sizilien

Foto: stock.adobe.com/nadisja
San Vito Lo Capo liegt an der Nordwestspitze Siziliens, eingerahmt von den Ausläufern des Monte Cofano, und bietet einen der längsten und hellsten Sandstrände der Insel: rund drei Kilometer feiner, fast weißer Sand, flach abfallend und ideal für stundenlanges Baden. Das Wasser ist klar, türkisblau und meist ruhig – ein Strand, der touristisch ist, aber ohne die Reizüberflutung anderer Urlaubsorte.
Der Ort selbst wirkt wie ein sizilianisch-nordafrikanisches Mosaik: einfache weiße Häuser, enge Gassen, arabisch beeinflusste Küche. Wer es ruhiger mag, kann von hier aus ins nahegelegene Naturschutzgebiet Riserva dello Zingaro aufbrechen: glasklare Buchten, Wanderwege und eine Küste, die zeigt, dass Sizilien mehr kann als nur Postkartenidylle.
Lage:
- Nordwestküste Siziliens, Gemeinde San Vito lo Capo, Provinz Trapani
- Direkt am gleichnamigen Ort San Vito lo Capo, eingerahmt vom Monte Monaco und dem Leuchtturm im Westen
Besonderheit:
- Ca. 3 km langer, feiner, weiß-goldener Sandstrand mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser
- Flach abfallendes Meer, ideal für Familien und Kinder
- Ausgezeichnet mit der Blauen Flagge und der Grünen Flagge für Umweltqualität und Kinderfreundlichkeit
- Beliebter Badeort mit lebendigem Strandflair und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- Mischung aus freien Strandabschnitten und mehreren gut ausgestatteten Badeanstalten mit Liegen- und Sonnenschirmverleih
- Sanitäre Anlagen, Duschen, Strandbars, Restaurants und Kioske am Strand und entlang der Promenade
- Verleih von Tretbooten und anderen Wassersportgeräten
- Barrierefreier Zugang durch das Projekt „Zero Barriere“ für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
- In der Hochsaison sehr belebt, frühzeitiges Kommen empfohlen, um gute Plätze zu sichern
Italien: ein Land, viele Gesichter
Beste Reisezeit:
- Mai bis September, mit besonders angenehmen Bedingungen im späten Frühling und frühen Herbst (Mai, Juni, September)
- Juli und August sind Hauptsaison mit hohem Besucheraufkommen
Adresse:
Spiaggia di San Vito lo Capo, 91010 San Vito lo Capo (TP), Sizilien, Italien
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10. Riaci in Kalabrien

Foto: stock.adobe.com/Dionisio Iemma
Der Strand von Riaci liegt nur wenige Minuten südlich von Tropea – aber schon deutlich ruhiger. Die Bucht ist eine Mischung aus feinem Sand, Felsformationen und klarem Wasser, das in der Sonne von Türkis bis Tiefblau leuchtet. Markant sind die großen Felsbrocken im Meer, die sich ideal zum Schnorcheln eignen. Auch ohne Maske lässt sich viel entdecken: Sichtweiten von bis zu 30 Metern sind fast normal.
An klaren Tagen reicht der Blick über Wasser bis zu den Äolischen Inseln – mit etwas Glück zeichnet sich sogar der Stromboli am Horizont ab. Riaci ist nicht mondän, sondern typisch kalabrisch: bodenständig, natürlich, ein bisschen rau, aber herzlich. Ein kleiner Lido sorgt für Kaffee, Eis und Sonnenschirme – den Rest bringt man besser selbst mit. Wer Tropea zu trubelig findet, ist hier richtig.
Lage:
- an der Costa degli Dei (der Küste er Götter), Gemeinde Ricadi, nahe Tropea, Provinz Vibo Valentia
- ca. 3 km südlich von Tropea
Besonderheiten:
- feiner flacher Sandstrand mit klarem Wasser
- bekannt als einer der besten Strände Italiens zum Schnorcheln, ausgezeichnet von National Geographic
- ruhiges, windgeschütztes Meer mit reicher Unterwasserwelt
- beeindruckende Felsen („Scogli di Riaci“)
Strandabschnitte & Infrastruktur:
- Ca. 500 Meter langer Strand mit öffentlichen und bewirtschafteten Bereichen
- Liegen- und Sonnenschirmverleih, Bars, Restaurants und Badeanstalten in Strandnähe
- Parkplätze vorhanden (kostenpflichtig) direkt am Strand
- Angebote für Wassersport, Schnorchel- und Kajaktouren sowie Bootsfahrten zum Capo Vaticano
Alles über die Trendregion Kalabrien
Beste Reisezeit:
- Mai bis September, mit angenehmen Temperaturen und ruhigem Wasser
- Frühmorgendliche Ankunft empfohlen, besonders in der Hochsaison Juli/August
Adresse:
Spiaggia di Riaci, 89866 Ricadi (VV), Kalabrien, Italien