Sehenswert! Fünf kleine italienische Städte, die noch (fast) Geheimtipps sind

Die Piazza S. Oronzo in Lecce in Apulien Foto: stock.adobe.com/alessandrofara83

Von unserer Redaktion

Manchmal liegt das große Italien in den kleinen Städten. Abseits der Metropolen zeigen sich Geschichte und Kultur hier im Maßstab eins zu eins.

Neben Weltstars wie Rom, Florenz, Venedig und Mailand hat das Land von Nord bis Süd viele Orte, die weniger bekannt, aber ebenso eindrucksvoll sind – nicht laut, nicht überfüllt, sondern echt. Unsere aktuelle Top 5:

Orvieto in Umbrien: Stadt auf dem Tuffstein

Orvieto in Umbrien: Panoramablick
Hügellage: Die Altstadt von Orvieto
Foto: stock.adobe.com/ecstk22

Orvieto thront auf einem 300 Meter hohen Tuffsteinfelsen, der schon den Etruskern als Siedlungsort diente. Der Dom, Bauzeit ab dem Jahr 1288, gilt als eines der wichtigsten Bauwerke der italienischen Gotik. Die Fassade wurde unter Bauleiter und Bildhauer Lorenzo Maitani entworfen. Unter der Stadt liegen über 1.200 in den Fels gehauene Höhlen, die bis ins Mittelalter als Lagerräume und Fluchtwege dienten. Mehr Geschichte auf engstem Raum geht fast nicht.

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Lecce in Apulien: barockes Erbe im Süden

Panorama: Lecce in Apulien
Die Piazza del Duomo in Lecce bei Tag
Foto: stock.adobe.com/ mitzo_bs

Lecce wuchs vor allem vom 16. bis 18. Jahrhundert durch den Handel mit Olivenöl und Steinmetzkunst. Aus dem weichen Kalkstein, dem sogenannten Pietra Leccese, entstanden Dutzende Kirchen und Paläste mit feinsten Ornamenten. Zu den bedeutendsten zählen die Basilica di Santa Croce und der Palazzo dei Celestini. Abends trifft man sich auf der Piazza Sant’Oronzo, wo noch heute römische Überreste und barocke Fassaden nebeneinanderstehen. Heute gilt Lecce als das „Florenz des Südens“.

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Cividale del Friuli in Friaul-Julisch Venetien: Hauptstadt der Langobarden

Luftaufnahme von Cividale del Friuli
Luftaufnahme von Cividale del Friuli
Foto: stock.adobe.com/JackF

Cividale wurde im 6. Jahrhundert von Alboin, dem König der Langobarden, gegründet und war deren erste Residenz auf italienischem Boden. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Im Tempietto Longobardo befinden sich Fresken aus dem 8. Jahrhundert. Die „Ponte del Diavolo“ über den Fluss Natisone stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist eines der bekanntesten Bauwerke des Friauls.

  • Einwohner: um die 11.000
  • Lage: im Nordosten, an der Grenze zu Slowenien
  • Mehr Infos (extern)

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Sulmona (Abruzzen) – Stadt der Zuckermandeln

Die Piazza Ovidio in Sulmona
Die Piazza Ovidio in Sulmona
Foto: stock.adobe.com/Only Fabrizio

Sulmona liegt am Fuß der Majella und ist als Heimatstadt von Ovid und für seine Confetti berühmt – bunt glasierte Mandeln, die seit dem 15. Jahrhundert hergestellt werden. Das örtliche Konfetti-Museum dokumentiert die Geschichte dieser Handwerkskunst. Auf der Piazza Garibaldi, einer der größten Mittelitaliens, finden regelmäßig Märkte und historische Umzüge statt. Die romanische Kirche San Panfilo und der mittelalterliche Aquädukt prägen das Stadtbild.

  • Einwohner: um die 22.000
  • Lage: etwa in der Mitte des italienischen Stiefels
  • Mehr Infos (extern)

Einer der letzten Geheimtipps Italiens: Die Abruzzen

Mantua in der Lombardei: Residenz der Renaissance

Basilica di Sant'Andrea, Mantua (Mantova), Italy
Die Basilica di Sant’Andrea in Mantua
Foto: stock.adobe.com/JooLeeK

Umgeben von drei künstlich angelegten Seen war Mantua im 15. und 16. Jahrhundert Machtzentrum der Familie Gonzaga und ein bedeutendes Zentrum der Renaissance. Der Palazzo Ducale hat um die 1.000 Räume, darunter Mantegnas berühmte „Camera degli Sposi“. Auf dem Wochenmarkt der Piazza Sordello werden bis heute Kürbis, Salami und Mostarda aus der Region verkauft – Zutaten, die Mantua auch kulinarisch unverwechselbar machen.

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