Parklinien in Italien: Damit dein Dolce Vita nicht am Abschlepphaken endet

Reguläre Parkbuchten in Neapel

Von unserer Redaktion

Wer in Italien mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich nicht nur auf enge Gassen und temperamentvolle Kreisverkehre einstellen, sondern auch auf ein ziemlich buntes Parksystem.

Weiß, Gelb, Blau – wer bei manchen Markierungen falsch steht, zahlt schnell ein paar mehr Euro. Damit dein Dolce Vita nicht vor dem Abschlepphaken endet, hier ein Überblick über die wichtigsten Parkmarkierungen und ihre Bedeutung.

Motorräder parken in markierten Parkbuchten in Neapel, mit einer Fußgängergruppe im Hintergrund.

Weiße Linien – kostenlos, aber nicht immer erlaubt

Parkplätze mit weißen Markierungen sind in der Regel kostenlos, aber achte auf mögliche Zusatzschilder. Manchmal sind die Parkzeiten hier beschränkt (an die Parkscheibe denken) oder in manchen Städten, z. B. Florenz, sind diese Flächen Einheimischen vorbehalten, insbesondere in Zonen mit „sosta riservata ai residenti“.

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Blaue Linien – bezahlen, bitte!

Am häufigsten triffst du auf blaue Markierungen. Hier gilt: Parken gegen Gebühr, meist werktags von ca. 8 bis (mindestens) 20 Uhr. Das Ticket bekommst du am Automaten oder inzwischen auch per App. Wichtig: Den Beleg unbedingt gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen – sonst behandelt dich der Ordnungsdienst wie einen Schwarzparker. Preise variieren je nach Stadt und Lage.

Gelbe Linien – Finger, pardon Auto weg!

Gelb ist in Italien wie auch anderswo ein Warnsignal: Diese Parkplätze sind für bestimmte Gruppen reserviert – zum Beispiel für Anwohner mit Sondergenehmigung, Lieferfahrzeuge, Taxis oder Menschen mit Behinderung. Wer hier ohne Erlaubnis parkt, riskiert ein deftiges Bußgeld und das Abschleppen.

Schwarz-Gelbe Markierung – Abschleppen garantiert

Wenn der Bordstein schwarz-gelb markiert ist, gilt absolutes Halteverbot. Ein Abschleppen ist hier quasi garantiert. Es gibt auch Verkehrsinseln, die Schwarz-Gelb markiert werden.

Rote oder grüne Linien

In manchen Städten wie Mailand gibt es auch rote oder grüne Markierungen. Diese kennzeichnen Parkplätze für Anwohner, mit einem vom Gemeindeamt ausgestellten Anwohnerausweis.

Wunderschöne Kalabrien – von oben

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Rosa Linien

Rosa Linien gibt es in den Parkhäusern oder vor Supermärkten. Sie sind für schwangere Frauen oder Eltern mit Babys unter einem Jahr reserviert. Wer hier parkt, kriegt zwar kein Knöllchen, kommt aber eventuell in die Hölle.

Das kostet Falschparken

Für wiederholte Verstöße am selben Fahrzeug werden maximal 408 € pro Tag an Bußgeldern verhangen. Die Strafen variieren, aber grob gilt:

  • Parken auf Behindertenparkplätzen ohne Berechtigung: Bußgelder von 330 bis 990 €.
  • Vollstreckung auch im Ausland: Italienische Bußgelder können EU-weit, also auch in Deutschland, vollstreckt werden.
  • Parken auf blauen Linien ohne Ticket: 41 €, plus Nachzahlen der Tagesgebühr fürs Parken.
  • Überschreitung der Parkzeit auf blauen Linien: Bis zu 10 % darüber in der Regel kein Bußgeld, dann wie oben 41 € mit einer reduzierten Tagesgebühr (zwischen 10 % und 50 %).
  • Parken auf weißen Linien mit Zeitbeschränkung ohne Parkscheibe: ebenfalls 41 €
  • Parken auf gelben Sonderparkplätzen ohne Berechtigung: 84 € sowie 2 Punkte auf dem italienischen Führerschein.
Panoramatour Florenz

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