Die Fischerhütten der Abruzzen, das Hochplateu Campo Imperatore und der Lago di Scanno Fotos: stock.adobe.com/ Luca Lorenzell; patrick; Jesse
Von unserer Redaktion
L’Aquila – Die Abruzzen sind einer der letzten Geheimtipps in Italien. Diese Region, gelegen an der „unteren Wade“ des italienischen Stiefels, ist so weit abseits der Pfade des Massentourismus, dass sie noch ein Paradies für Naturliebhaber, Kulturfreunde und Entdecker ist. Mit einer Kombination aus Bergen, Hügeln und Küstenlandschaften bietet die Region das volle Programm an Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Unsere Top 10 für die Abruzzen.
1. Die Fischerhütten an der Trabocchi-Küste

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Die „Costa dei Trabocchi” ist eine der faszinierendsten Küstenlandschaften Italiens. Die Trabocchi, alte Fischerplattformen aus Holz, ragen weit ins Meer hinein und zeugen von der traditionellen Fischerei in der Region. Viele dieser Trabocchi wurden in charmante Restaurants umgewandelt, in denen man frischen Fisch genießen kann – begleitet vom beruhigenden Rauschen der Wellen.
2. Vasto: Historisches Flair und Meerblick

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Vasto ist ein malerischer Ort, der auf einem Hügel mit Blick auf die Adria liegt. Die Altstadt begeistert mit engen Gassen, historischen Gebäuden und einem lebendigen Marktplatz. Genießen Sie einen Cappuccino in einem der Cafés oder besuchen Sie den Palazzo d’Avalos, ein beeindruckendes Museum mit Kunstsammlungen und einem Botanischen Garten. Die nahegelegenen Strände machen Vasto zu einem perfekten Ziel für einen Tagesausflug.
3. Lago di Scanno und Lago di San Domenico: Unberührte Bergseen

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Die beiden Bergseen, Lago di Scanno und Lago di San Domenico, begeistern Naturliebhaber. Der Lago di Scanno, geformt wie ein Herz, ist ein romantischer Ort für Wanderungen oder Bootsfahrten. Der Lago di San Domenico hingegen bezaubert mit seinem glasklaren Wasser und der Einsiedelei Eremo di San Domenico, die eine in den Kalksteinfelsen gehauene Höhle ist. Dort soll um das Jahr 1000 der inzwischen heiliggesprochene Benediktinermönch San Domenico di Sora gelebt haben, um den sich bis heute allerhand Sagen ranken. Beide Seen sind von charmanten Dörfern umgeben, die dazu einladen, ihre Geschichte und Kultur zu entdecken.

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4. Sulmona: Die Stadt der Confetti

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Sulmona, die Geburtsstadt des antiken Dichters Ovid, liegt in einer spektakulären Bergkulisse. Die Stadt ist berühmt für ihre Confetti – kunstvoll verzierte Zuckermandeln, die oft bei Hochzeiten verschenkt werden. Ein Spaziergang durch die Altstadt führt zu beeindruckenden Plätzen wie der Piazza Giuseppe Garibaldi und zur prächtigen Kathedrale San Panfilo. Hier spürt man die Verbindung von Geschichte, Tradition und moderner Lebenskultur.
5. Valle Peligna: Wanderparadies und Weinkultur

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Das Valle Peligna ist ein verstecktes Juwel für Wanderer und Genießer. Mit seinen sanften Hügeln, malerischen Bergdörfern und endlosen Weinbergen bietet das Tal eine unglaubliche Vielfalt. Probieren Sie den lokalen Montepulciano d’Abruzzo, einen der besten Rotweine Italiens, und erkunden Sie die unberührte Natur zu Fuß oder mit dem Rad.
6. Majella Nationalpark: Natur pur

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Der Majella Nationalpark ist ein Traum für alle, die die wilde Seite Italiens erleben wollen. Hier können Sie durch beeindruckende Schluchten wandern, seltene Tierarten wie den italienischen Wolf oder den Steinadler beobachten und die Ruhe der unberührten Natur genießen. Die Landschaft reicht von dichten Wäldern bis hin zu kargen Gipfeln und bietet ein unvergleichliches Erlebnis. Das Bergmassiv enthält Hochebenen von bis zu 2500 m Höhe, tief eingeschnittene Täler durch Flüsse wie den Orfento. Der Eiswasserfall Il Principiante auf 1600 m Höhe stürzt 25 Meter hinab.
7. Lago di Barrea: Seeidylle in den Bergen

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Der Lago di Barrea liegt mitten im Parco nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise und ist ein Paradies für Outdoor-Fans. Hier kann man nicht nur baden und campen, sondern auch auf zahlreichen Wanderwegen die umliegenden Berge erkunden. Besonders abends, wenn die Sonne hinter den Gipfeln untergeht, bietet der See eine spektakuläre Kulisse. Im Spiaggia La Gravara kann man Schwimmen gehen – im Sommer ist das Wasser fast 27 Grad warm.
8. Campo Imperatore: Das „Klein-Tibet“ Italiens

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Das Hochplateau Campo Imperatore wird oft als „Kleintibet” bezeichnet und gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Abruzzen. Umgeben von den höchsten Gipfeln des Gran-Sasso-Massivs bietet die Ebene eine ungewöhnliche Szenerie, die an ferne Steppen erinnert. Im Winter wird die Region zum Skigebiet, im Sommer ist sie ein Hotspot für Wanderer und Fotografen.
9. Rocca Calascio: Festung mit Panoramablick

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Die mittelalterliche Festung Rocca Calascio thront auf 1.460 Metern und ist eines der Wahrzeichen der Abruzzen. Sie wurde bereits in Filmen wie „Der Name der Rose“ als Kulisse genutzt und bietet einen atemberaubenden Blick über die umliegende Landschaft. Der Aufstieg zur Burg lohnt sich für jeden, der Geschichte und spektakuläre Ausblicke liebt.
10. Murales von Aielli: Streetart trifft Geschichte

Das kleine Dorf Aielli hat sich mit seiner faszinierenden Streetart einen Namen gemacht. Die „Murales von Aielli“ schmücken die Wände des Ortes und erzählen Geschichten von Kunst, Kultur und lokalen Traditionen. Bei einem Spaziergang durch die Gassen erlebt man eine einzigartige Kombination aus Historie und Moderne.