Der Espresso in Italien: klein und stark
Från vårt redaktionella team
Ein Espresso in Italien ist kein Getränk, es ist ein ritueller Zwischenstopp. In weniger als zwei Minuten ist alles vorbei. 5 Insider-Tipps.
Italien und Kaffee – das ist eine Liebesgeschichte mit sehr strikten, ungeschriebenen Regeln. Wer die beherrscht, trinkt nicht nur besseren Espresso, sondern wird an der Bar auch wie ein Local behandelt (und zahlt meistens weniger). Hier ist dein Insider-Guide für den perfekten Koffein-Kick jenseits der Postkarten-Idylle.
1. Die goldene Regel: Erst die Kasse, dann der Kaffee
In den meisten authentischen Bars (besonders in Bahnhöfen oder Stadtzentren) gilt das Prinzip „Scontrino“.
- Der Hack: Geh zuerst zur Kasse (Cassa), bestelle deinen Caffè und bezahle. Mit dem Kassenbon in der Hand gehst du an die Bar, legst ihn (oft mit einer kleinen 10-Cent-Münze als Trinkgeld obenauf) hin und gibst deine Bestellung beim Barista noch einmal ab.

Wie Italien Kaffee trinkt – und warum er überall anders schmeckt
2. „Al Banco“ vs. „Al Tavolo“
Das ist der häufigste Anfängerfehler, der das Budget sprengt.
- Der Preis-Check: Ein Espresso an der Bar (al banco) kostet im Schnitt etwa 1,20 € bis 1,50 €. Sobald du dich an einen Tisch setzt (al tavolo), kann sich dieser Preis in Touristengebieten verdreifachen oder vervierfachen.
- Ett insidertips: Trink im Stehen. Es ist authentischer, schneller und schont den Geldbeutel.
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3. Das Glas Wasser: Vorher oder nachher?

Fast jede gute Bar serviert dir ein kleines Glas Wasser zum Espresso.
- Der Fauxpas: Das Wasser nach dem Kaffee zu trinken, gilt als Beleidigung für den Barista – es signalisiert, dass der Kaffee nicht geschmeckt hat und man den Geschmack wegspülen muss.
- Der Profi-Move: Trink das Wasser vorher. Es reinigt die Geschmacksknospen, damit du das Aroma des Espressos voll genießen kannst.
4. Wie Espresso man bestellt wie ein Römer
Vergiss das Wort „Espresso“. Das ist der Fachbegriff für die Zubereitungsart.
- Bestelle einfach „Un caffè“.
- Willst du es extra stark und kurz? „Un ristretto“.
- Soll es ein langer, gestreckter sein? „Un lungo“.
Die goldenen Regel fürs Kaffeetrinken in Italien
5. Das „Caffè Sospeso“ Ritual: Der Karma-Tipp
Besonders in Neapel, aber auch in anderen Teilen Italiens, gibt es eine wunderschöne soziale Tradition: den Caffè Sospeso (den „aufgeschobenen“ Kaffee).
- So funktioniert’s: Du bezahlst an der Kasse zwei Kaffees, trinkst aber nur einen. Der zweite wird virtuell „aufgehoben“. Wenn später jemand kommt, der sich keinen Kaffee leisten kann, fragt er nach einem Sospeso und bekommt deinen bereits bezahlten Kaffee serviert.
- Warum das ein Insider ist: Es ist kein „Trick“, um Geld zu sparen, sondern ein Weg, tief in die soziale Seele Italiens einzutauchen. Wenn du das machst, gehörst du sofort dazu und wirst vom Personal mit ganz anderem Respekt behandelt.
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