10 Dinge, die du für den italienischen Strand brauchst

Der Strand von Gallipoli

Von unserer Redaktion

Wer in Italien an den Strand geht, merkt direkt: Das ist kein einfacher Tagesausflug – das ist eine Inszenierung. Zwischen Sonnenanbetern, Badeanzug-Schönheiten, paniniessenden Nonni und gestylten Teenagern wird der „giorno al mare“ zur kleinen Kunstform.

Der italienische Strand ist ein sozialer Raum – kein Ort für Funktionalität oder Pragmatismus. Hier wird geschaut, gelächelt, geflirtet – und das mit Vollausstattung. Wer vorbereitet kommt, hat einfach mehr Spaß. Damit du nicht sofort als Tourist enttarnt wirst, hier zehn Dinge, die du besser dabeihast. Nicht, weil du sie brauchst – sondern weil sie dazugehören.

Ein Abend am Strand von Gallipoli in Apulien
Ein Abend am Strand von Gallipoli in Apulien

1. Die heilige Strandtasche
Nein, kein Jutebeutel. Eine richtige, große Tasche. Mit dicker Baststruktur oder maritimen Streifen. Sie muss aussehen, als hättest du gerade dein Wochenendhaus in Capri verlassen – auch wenn du eigentlich mit dem Zug aus Bologna kamst.

2. Das Telo Mare, bitte in XL
Ein Telo Mare (Strandtuch) ist keine schnöde Unterlage – es ist eine Bühne. Groß genug für Sonnenbaden, Aperitivo und gelegentliches Posen. Am besten mit buntem Muster oder Vintage-Vibes. Italiener:innen legen großen Wert darauf – und am besten faltest du es so, dass kein Sand reinkommt. Profis wissen, wie das geht. (Und wenn du noch keins hast – warte auf den fliegenden Händler.)

3. Ein Fächer (ja, wirklich!)
Wenn der Schweiß rinnt, aber der Stil nicht flöten gehen soll: der Fächer. Nicht nur bei Signoras in Taormina beliebt, sondern auch bei trendbewussten Millenials. Gibt’s übrigens auch mit Zitronen-Print oder Vespa-Motiven.

4. Immer schön lässig
Sprezzatura geht auch bzw. gerade am Strand. Der Begriff wurde von dem italienischen Schriftsteller Baldassare Castiglione schon im 16. Jahrhundert als Fähigkeit beschrieben, auch anstrengende Tätigkeiten und Aktivitäten oder solche, die langes Lernen und Üben voraussetzen, leicht und mühelos erscheinen zu lassen. Was für das Leben am Hof galt, gilt heute auch für den Strand: Wer schon mal eine 15 Kilo Strandtasche über kochend heiße Steinen getragen hat, weiß, was gemeint ist.

5. Die Flip-Flops – ma con stile
Nicht die alten Gummischlappen vom letzten Mallorca-Urlaub. In Italien trägt man Flip-Flops mit Stil: dezente Farben, saubere Sohlen, manchmal sogar mit Glitzer oder Lederriemen. Und bitte keine weißen Tennissocken dazu.

6. Eine Strandkühlbox
Kein Strandtag ohne ein paar pesche, ein paar Pfirsiche, kaltes Wasser und ein paar Päckchene Estathé. Die mobile Kühlbox ist dabei fast so wichtig wie der Inhalt – am besten eine dieser knalligen Retro-Boxen mit Tragegriff. Funktional? Ja. Kultig? Auch. Gewicht bei Ankunft: geschätzt 50 Kilo.

7. Ein Strandspielzeug – für Erwachsene
Ob Boccia, Strandtennis oder sogar ein aufblasbares Einhorn für zwei: Wer am italienischen Strand chillt, will auch ein bisschen spielen. Besonders beliebt: die racchette – Holzschläger, mit denen du den Ball stundenlang hin und her pingst, ohne dass je ein Punkt gezählt wird.

8. Ein guter Hut (nicht aus dem Souvenirshop)
Die Sonne brennt, aber Stil bleibt Pflicht. Ob Panamahut oder breiter Strohhut – Hauptsache, du siehst nicht aus wie ein verkleideter Tourist. Die optimale Tarnung für die von Salzwasser, Sonne und Wind zerstörte Frisur.

9. Der Strandklappstuhl – für Stil und Sozialleben
Er steht immer ein bisschen schräg zur Sonne, aber nie verkehrt zum Geschehen: der klassische Klappstuhl aus Aluminium und Stoff. Nicht zum Liegen, sondern zum Sitzen – fürs Kartenspiel, den Aperitivo oder den neusten Tratsch mit den Nachbarn. Besonders beliebt: Modelle mit Armlehne und Getränkehalter. Wer ihn nicht dabei hat, ist entweder Tourist – oder unter 25.

10. Etwas zum Lesen – aber mit Niveau
Ob Roman, Zeitung oder Gedichtband: Ein gutes Buch gehört zum Strandtag wie das Cornetto zum Frühstück. Wichtig: nicht zu dick (du willst nicht schleppen) und nicht zu banal (sonst kannst du’s auch gleich lassen). Wer besonders cool wirken will, liest natürlich auf Italienisch.

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