10 Touri-Fallen in Florenz – und wie du drum herum kommst

Die historische Altstadt von Florenz

Von unserer Redaktion

Florenz – die Wiege der Renaissance, Stadt der Kunst und der perfekten Instagram-Schnappschüsse. Aber zwischen Michelangelo und Medici lauert die gute alte Touristenfalle. Und die Florentiner verstehen ihr Geschäft meisterhaft.

Schon im 15. Jahrhundert machte Florenz aus Schönheit bares Geld. Hier sind die zehn größten Stolperfallen, damit du entspannt durch Florenz schlendern kannst – ohne dabei deine Urlaubskasse unnötig zu strapazieren.

1. Überteuerte Gelaterias am Domplatz

Ja, die Versuchung ist groß: Ein Eis in Sichtweite des Doms – was kann schöner sein? Vielleicht ein Eis, das nicht knapp 10 Euro für eine Mini-Kugel kostet. Viele der Gelaterias rund um den Dom oder an der Ponte Vecchio verlangen horrende Preise und setzen auf ahnungslose Touristen. Tipp: Frag vorher nach den Preisen und gehe im Zweifelsfall ein paar Straßen weiter, wo man auch italienisch in der Schlange hört.

2. „Gratis“-Armbänder und andere Andenken

Kaum setzt du einen Fuß auf die Piazza della Signoria, wird dir ein freundliches Lächeln und ein „Geschenk“ angeboten – oft ein bunter Faden oder ein Armband. Wer zugreift, bekommt Sekunden später eine Zahlung „freiwillig“ abverlangt. Unser Rat: Lächeln, höflich ablehnen und weitergehen.

3. Restaurants mit versteckten Aufschlägen

Eine Pizza für 8 Euro? Klingt fair – bis Servicegebühren plus Coperto (Gebühr für Brot und Gedeck) dazukommen. Besonders in den touristischen Hotspots können so schnell 20 bis 30 Prozent auf die Rechnung aufgeschlagen werden. Besser: Vor dem Bestellen nachfragen oder kleine Trattorien in den Seitenstraßen ansteuern – dort gibt’s oft ehrliche Preise und authentische Küche.

4. Panini für ein Vermögen

Ein trockenes Sandwich für 12 Euro – kein Witz. Besonders an der Ponte Vecchio sind die Preise für Fast Food ein Abenteuer für sich. Wer italienisches Streetfood erleben möchte, sollte lieber auf Märkte wie den Mercato di Sant’Ambrogio ausweichen. Ein Paradies für Genießer.

5. Gefälschte Ledertaschen

Florenz ist berühmt für seine Lederwaren – aber nicht jede Handtasche, die „Made in Italy“ verspricht, ist tatsächlich handgefertigt in der Toskana. Auf Straßenständen rund um San Lorenzo finden sich oft Massenware aus Fernost. Qualität erkennst du an sorgfältiger Verarbeitung – und echtem Ledergeruch.

eiscreme
Eine eiskalte Versuchung, aber könnte teuer werden

6. Überteuerte Museumsführungen

Natürlich ist es sinnvoll, Uffizien oder die Accademia im Voraus zu buchen – aber nicht bei dubiosen Agenturen, die doppelte Eintrittspreise verlangen. Besser: Tickets über die offiziellen Websites sichern oder seriöse Anbieter nutzen.

7. Taxifahrten ohne Taxameter

Eigentlich sind Florenzer Taxis verpflichtet, den Taxameter laufen zu lassen. Doch rund um Bahnhöfe oder touristische Hotspots wie Piazzale Michelangelo hört man oft: „Prezzo fisso!“ – ein angeblich „guter“ Festpreis, der natürlich saftig ausfällt. Bestehe immer auf das Einschalten des Taxameters!

8. Touri-Menüs mit Tiefkühlkost

Einige Lokale im Zentrum bieten „Menù turistico“ – oder direkt „Tourist Menue” – an: drei Gänge für einen scheinbar sensationellen Preis. Leider sind diese Menüs oft eine kulinarische Katastrophe – mit aufgewärmter Pasta und zähem Fleisch. Lieber ein authentisches Lokal suchen und selbst von der Karte wählen.

9. Rooftop-Bars mit teurem Mindestverzehr

Manche Dachterrassen von Hotels oder Rooftop-Bars in Florenz verlangen einen hohen Mindestverzehr – oft muss man ein Getränk für 20 Euro oder mehr bestellen, selbst wenn man nur die Aussicht genießen möchte. Besonders beliebt, aber auch kostspielig sind etwa die Bars rund um die Piazza della Repubblica oder auf Luxushotels in der Altstadt. Wer sparen will, setzt sich lieber mit einer Flasche Wein auf die Piazzale Michelangelo und genießt den Sonnenuntergang mit kostenloser Panorama-Garantie.

10. Geführte Touren, die nichts Neues bieten

Eine dreistündige Führung über die „Geheimnisse von Florenz“ für 70 Euro? Klingt spannend – wäre da nicht die Tatsache, dass viele Anbieter schlicht den Wikipedia-Artikel vorlesen. Recherchiere im Voraus und buche lieber kleine, geprüfte Touren oder entdecke Florenz auf eigene Faust mit einem guten Reiseführer oder einer guten App.

Kein Grund zur Panik: Man fühlt sich in Florenz sehr sicher. Ein wenig Vorsicht, eine Prise gesunder Menschenverstand und ein gutes Eis an der richtigen Ecke – und dein Aufenthalt wird unvergesslich.

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